Jemima Schmidt

Lesetipp: Das Nebelhaus

Ich hab hier einen tollen Lesetipp: Das Nebelhaus von Eric Berg:

Auf Hiddensee ereignet sich ein Amoklauf während des Wiedersehens von vier Jugendfreunden. Zwei Jahre später soll die Journalistin Doro Kagel über den Fall berichten und arbeitet – in Abwechslung mit Rückblenden der Ereignisse – das Geschehene auf.

Das Besondere an dem Buch ist, dass man als Leser bis zum Schluss nicht weiß, wer von den Freunden auf Hiddensee überhaupt gestorben ist. Zwar liest man zum Teil in der Ich-Perspektive der Journalistin, aber die Opfer und die Details werden bis zur Auflösung nicht erwähnt. Das Buch hat Spaß gemacht und ist spannend bis zur letzten Seite.

Vorstellung des Fernstudiengangs Vawi

Seit dem Wintersemester 2014 studiere ich den Verbundstudiengang VAWi Wirtschaftsinformatik mit dem Abschlussziel „Master of Science“. Der Verbundstudiengang ist eine Kooperation der Universitäten Bamberg und Duisburg-Essen. Man ist als Studierender frei, bei welcher Universität man sich auf den Studiengang bewirbt, allerdings werden die Klausuren jeweils am Ort der „Heimat“-Universität geschrieben. Da Bamberg nicht weit von meinem Wohnort entfernt ist, habe ich mich für Bamberg entschieden.

Rahmenbedingungen

Bei VAWi gibt es 2 Arten von Studienformen: VAWi90 und VAWi120. Je nachdem, wie viele ECTS im Erststudium – in meinem Fall Bachelor – erlangt wurden, muss entweder die 90er oder die 120er Version studiert werden:

VAWi90: 13 Module, 2 Projektarbeiten, eine Masterarbeit

VAWi120: 19 Module, 2 Projektarbeiten, eine Masterarbeit (man kann bei dieser Variante auch statt 19 Module  16 Module absolvieren und 3 ABK (=Anrechnung beruflicher Kompetenzen) erlangen. Jedoch habe ich hiermit noch keine Erfahrungen gemacht und bisher auch von keinem Kommilitonen erfahren, wie genau das funktioniert bzw. ob dies empfehlenswert ist).

Aus den knapp 40 Modulen von denen knapp 20 je Semester angeboten werden, hat man freie Auswahl. Man ist an keine Modulgruppe gebunden und kann jedes Semester nach Interesse und Neigung wählen. Es gibt bei einigen Modulen zwar Empfehlungen, welches Modul als Vorerfahrung zu wählen ist, jedoch ist dies keine Restriktion. Eine Liste der aktuellen Module gibt es an dieser Stelle.

Zu den Präsenzphasen gehe ich weiter unten näher ein.

Die Kosten sind meiner Meinung nach sehr fair. Neben den regulären Semestergebühren die an jeder Universität anfallen um sich zurück zu melden, wird pro gebuchtes Modul/ Projektarbeit / Masterarbeit abgerechnet. Man bekommt somit nach seiner Modulwahl eine Sammelrechnung im Semester. Für meine Studiengangsvariante liege ich bei ca. 11.000 Euro (verteilt auf ca. 5 Jahre). Da man das Studium von der Steuer absetzten kann, bekommt man dann i.d.R. am Ende das Jahres was zurück.

Bewerbung

Für die Bewerbung werden die regulären Unterlagen wie Zeugnisse benötigt. Des weiteren muss eine mindestens 1-jährige Berufstätigkeit nach dem Erststudium nachgewiesen werden, sowie ein Motivationsschreiben der Bewerbung beigelegt werden. „Och nö“, habe ich mich anfangs dazu gedacht, aber letztendlich ist ein Fernstudium sehr aufwändig und arbeitsintensiv. Da kann man sich schon mal 30-60 Minuten hinsetzten und sich überlegen, warum man sich den Stress überhaupt geben will. Bei mir war der Wunsch relativ zeitnah nach meinem Bachelorabschluss gereift, dass ich noch einen Master machen möchte. Allerdings war mir klar, dass ich weiterhin Vollzeit arbeiten werde und deshalb nur ein berufsbegleitendes Studium in Frage kommt, was mir volle Flexibilität bietet. Des weiteren bot mir mein Bachelorstudium an einer Fachhochschule kaum Möglichkeiten der Vertiefung und Spezialisierung. Wir hatten wie damals in der Schule einen Stundenplan, den es „abzuarbeiten“ galt. Bei VAWi habe ich die freie Wahl was und wie viel ich an Arbeitsaufwand pro Semester investieren will.

Präsenzphasen

Auftakt des Semesters bietet 2 Mal im Jahr eine Präsenzveranstaltung in Fulda. Freitags werden neue Kommilitonen vom VAWi Team begrüßt und bekommen Informationen zum Studium an die Hand.
Am Samstag gibt es i.d.R. 2-3 Vorträge von Professoren und einen Marktplatz, bei dem man sich über einzelne Module informieren kann. Für höhere Semester gibt es über die Lernplatzform Moodle vorab Informationen, welche Professoren in Fulda anwesend sind. Die Präsenzveranstaltung ist optional, man kann selbst entscheiden, ob man diese besuchen möchte. Für den Start kann ich diese Veranstaltung sehr empfehlen, man kann erste Kontakte knüpfen und da der Rest des Studiums hauptsächlich am heimischen Schreibtisch abläuft ist es eine gute Möglichkeit, sich im Gespräch über das Studium und einzelne Module zu informieren und einige Kommilitonen kennenzulernen. Ich habe von diesem ersten Präsenzwochenende noch einige Kommilitonen, mit denen ich mich sporadisch über die Modulwahl (und Empfehlungen) unterhalte.

Weitere Präsenzphasen gibt es nur während der Klausurphase die zweimal pro Semester stattfinden. Ein Klausurblock besteht aus jeweils 3 Tagen. Zu Beginn jedes Semesters werden die Zeiten der Klausurphasen bekanntgegeben, was auch für die Wahl des jeweiligen Moduls hilfreich ist. Zudem kann während des Semesters entscheiden, in welchem Block man seine Prüfung schreibt.

Betreuung

Eine pauschale Aussage zur Betreuung bei VAWi kann man (leider) nicht treffen. Zudem muss zwischen der (inhaltlichen) Modulbetreuung  und der organisatorischen Betreuung unterschieden werden.

Die Organisatorische Betreuung – in meinem Fall in Bamberg – ist wirklich exzellent. Man bekommt sehr schnell Antworten aus seine Fragen. In der Regel werden Emails innerhalb eines Tages beantwortet, manchmal aber auch länger. Ich hatte gerade zu Beginn meines Studiums ziemlich viele Fragen, die ich an die Ansprechpartner richten musste. Aber auch zwischendrin – Ummeldung zum zweiten Prüfungsblock, Namenswechsel – wurde mir immer schnell und freundlich geholfen.

Bei der Inhaltlichen Betreuung ist die Frage nicht ganz so leicht zu beantworten. Ich hatte  – besonders in diesem Semester – sehr gute Betreuung: Schnelle Antwortzeiten, viel (inhaltliche) Kommunikation mit dem Dozenten, gut aufbereitetes Studienmaterial. Ich hatte jedoch auch schon Module, bei denen weder die Kommunikation gut klappte, noch die  Materialien besonders hilfreich waren.

Ich plane zu den Modulen die ich empfehlen kann noch eigene Einträge zu verfassen.

Material & Studienleistungen

Die Materialien die man zu den einzelnen Modulen erhält sind sehr unterschiedlich. Im Gegensatz zu anderen Fernstudiengängen erhält man keine Studienbriefe, sondern einen Zugang zum moodle, einer Lernplattform (kurz „LMS“).

Zu Beginn eines jeden Semesters hat man 3 Wochen Zeit sich seine Kurse anzusehen und zu wählen. Die Wahl kann zum einen durch die Klausurphasen erleichtert werden (finden beispielsweise die Klausuren zu den Modulen meiner Wahl am gleichen Tag oder an unterschiedlichen Tagen statt), aber auch durch die Aufbereitung des Materials / Lernkonzepts die einem während den 3-4 Monaten zur Verfügung stehen.

Es gibt Kurse, bei denen nur PDF-Skripte zur Verfügung stehen. Bei anderen Kursen werden PDF-Skripte und Videodateien bereitgestellt. Andere nutzen Quizfunktionen, Podcasts oder bieten Videokonferenztermine an.  Bei allen „Studienräumen“ sind aber die Foren zur Diskussion mit den Kommilitonen geöffnet und werden – mal mehr mal weniger – rege genutzt.

Das Besondere bei VAWi ist, dass es für jedes Modul Studienleistungen gibt, mit denen man semesterbegleitend Punkte (max. 20%) für die abschließende Klausur sammeln kann. Je nach Modul steht pro Semester 1 oder mehr Studienleistungen an. Auch diese sind ein Grund, zu Beginn des Semesters sorgsam zu wählen, da während des Semesters eine Überschneidung (auch mit Gruppenarbeiten) möglich ist und zu Zeitdruck führen kann. Aus diesem Grund sollte man in den 3 Wochen zu Beginn eines Semester – die der Modulwahl dienen – wenn möglich schon mit der Bearbeitung des Kurses beginnen um nicht zuviel Zeit zu verlieren.

Zusatzangebote

Neben dem regulären VAWi Studium hat man die Möglichkeit, diverse Zusatkurse zu belegen, die mit dem eigentlichen Studium nichts zutun haben und auch nicht anrechenbar sind. Ich sehe diese als Sahnehäubchen, die es ermöglichen, weitere Kenntnisse über den Studentenstatus (günstig) zu erhalten:

erp4students: Jedes Semester werden diverse SAP Kurse angeboten, bei denen man Semesterbegleitend ein Skript erhält und anhand diesem Fallstudien im SAP System bearbeiten kann. Ich habe bisher 3 Kurse besucht und fand sie sehr gut betreut: Den Grundlagenkurs Integrierte Geschäftsprozesse mit SAP ERP bei dem ich auch das SAP Zertifikat erworben habe, Einführung in SAP ERP Customizing und Einführung in SAP BW. Man erhält einen guten Überblick über das System und bekommt ein Teilnahmezerfitakat nach erfolgreicher Bearbeitung aller Fallstudien.

vhb: Ist die Virtuelle Hochschule Bayern – ein Zusammenschluss der Bayrischen Hochschulen – und somit nur für Bamberger Studierende möglich. Die Kurse sind als eingeschriebener Student kostenlos, jedoch bringen sie für das eigentliche VAWi Studium gar nichts. Ich fand die Möglichkeit trotzdem toll und habe einen sehr gut betreuten Kurs bei der zum Thema „ABAP“ absolviert. Die vhb bietet zu allen möglichen Gebieten Kurse an und ist definitiv ein Blick wert.

Amore und Bussi: Wanda in Frankfurt

Kaum einer, der mich kennt, würde vermuten, dass ich mitten in Frankfurt am Main stehe und aus voller Brust „Ich will Schnaps“ schmettere. Genauer gesagt stehe ich in der Batschkapp, einem (Rock-)Club in den etwa 1500 Menschen passen und singe begeistert jedes Lied dieser phänomenal verrückten Gruppe mit: Wanda. Das Konzert ist ausverkauft. Die Stimmung ist super!

Wanda, das ist eine österreichische Band, die mit Wiener Schmäh Lieder über das Leben, Verlassen werden, den Herzschmerz als solches und ja, das Saufen singen. Und ich bin der Performance dieser Fünf verfallen: Dem Sänger Marco Michael Wanda, der seinen Künstlernamen dem der Band angepasst hat und sich insgesamt zweimal zum Stagediven ins Publikum schmeißt, um sogar den Wenigen auf der Empore einen kleinen Besuch abzustatten. Neben seinem Gesang gibt er auch tanz technisch alles. Dem Bassisten Reinhold, der unheimliche Beinarbeit während des Bassspielens durchs Hin- und Her-springen zeigt,  sowie den restlichen Bandmitgliedern Lukas (Drummer), Manuel (Gitarre) und Christian (Keyboard). Dass ihre Freundschaft die Grundlage der Band ist, merkt man ihnen einfach an: die Chemie passt. Immer wieder liegen sie sich in den Armen und können scheinbar gar nicht fassen, dass das Publikum so mitgeht.

Bislang haben die Österreicher zwei Alben raus gebracht, die etwa zeitgleich geschrieben wurden. Man kann das auch an der Qualität der Lieder hören, die – und das muss ich zu meinem Erstaunen feststellen – alle gut sind. Entweder überzeugen sie mit ihren Texten oder es ist dieser spezielle „Wandasound“ in ihrer Musik, der einen mitreißt.

Mit „Love Is All You Need“ von den Beatles haben sie schon in Erlangen am 29. November 2015 bereits vor dem Betreten der Bühne die Stimmung der Zuschauer angeheizt (Stichwort: Love, Liebe, „Amore für alle“…). Das lässt auch irgendwie auf die Zielgruppe der Band schließen: Das Publikum war auf beiden Konzerten etwa zwischen Mitte 20 und Ende 40.

Während flammenden 90 Minuten gab das rauchende und Whisky liebende Quintett folgende Songs zum Besten (setlist.fm deckt sich hier mit meiner Erinnerung):

Setlist

Luzia
Schickt mir die Post
Bleib wo du warst
Bussi Baby
Mona Lisa der Lobau
Meine beiden Schwestern
Stehengelassene Weinflaschen
Auseinandergehen ist schwer
Gib mir Alles
Ich will Schnaps
Bologna
A Hard Day’s Night (Beatles)
Wenn ich zwanzig bin
1, 2, 3, 4
Luzia

Nachdem ich mich nun zum zweiten Mal überzeugen konnte, bin ich sicher: Das war definitiv nicht mein letztes Wanda Konzert! Im September diesen Jahres spielen sie in Nürnberg OpenAir. Die Karten sind schon gekauft.

Hier noch ein kleiner Videoausschnitt des Konzerts:

Verwundert war man etwas, dass der Sänger nicht mit seinem gewohnten Bühnenauftritt und All Time-Klassiker, einer braunen Lederjacke und seiner beigen, am Knie zerrissenen Hose, auftrat. Am Ende wars doch einfach mal Zeit für die Wäsche…

WordPress Tipps

Da mein Blog sich momentan noch im Aufbau befindet, benötige ich Hilfe bei bestimmten Themen. Ich möchte euch die hilfreichsten Seiten mit WordPress Tipps vorstellen:

Theme

Auf das Theme bin ich durch den Blog von Granaton gestossen. Sie hat mehrere Themes von diversen Entwicklern vorgestellt, wobei mir das Theme Lingonberry von Anders Norén am besten gefiel.

Child-Theme

Ein Child-Theme ist eine Seitenvorlage, welche auf das Ursprungs (Eltern) -Theme zugreift und somit ermöglicht, Änderungen innerhalb des Themes vorzunehmen, ohne das diese bei einem Update durch den Entwickler verloren gehen.

Ich hatte schon etwas am Blog rumprobiert und hatte auch vor ein Child-Theme zu erstellen, aber dann kam mir ein Themeupdate dazwischen. So war ich dann doch gezwungen, dem Child-Theme mehr Priorität zuzugestehen und habe mit dem Artikel von den Netzialisten eine sehr gute und schnelle Beschreibung gefunden.

Plugins

Neben meinen Plugins wie BackWPup (für Backups des kompletten Blogs) und Yoast SEO (man will ja auch gefunden werden 😉 ), bin ich über Ellen von Elmastudio auf Jetpack aufmerksam geworden, welches viele tolle Funktionen, wie beispielsweise Beiträge teilen über Soziale Netzerke oder eine Rechtschreibprüfung innerhalb des Editors verfügt.

 

Das Beitragsbild stammt übrigens von Markus Spiske, der auf seiner Seite u.a. schöne lizenzfreie Bilder anbietet.

Weihnachtliche Stimmung in Sevilla

Sevilla DämmerungAn unserem vorletzten Tag in Spanien haben wir einen Ausflug nach Sevilla gemacht. Die Stadt ist wunderschön und bietet tolle Sehenswürdigkeiten. Neben der Stierkampfarena, die wir leider nicht von innen sehen konnten, haben wir und die Stadt mit Ihren kleinen Gassen und die Kathedrale angesehen und wurden am Ende mit weihnachtlicher Stimmung überrascht.

Die Kathedrale

Die Orangenhof der KathedraleKathedrale hat uns besonders beeindruckt. Sie ist die größte gotische Kathedrale der Welt und der Bau zog sich – mit allen (ursprünglichen) Elementen – über 700 Jahre. Das liegt daran, dass an gleicher Stelle ursprünglich die Hauptmoschee von Sevilla stand, welche zwischen 1184 und 1198 gebaut wurde. Dies erkennt man noch an dem Orangenhof und dem unteren drittel der Giralda (ehemaliges Minarett / Turm).  1218 wurde die Moschee zur Kathedrale geweiht und zwischen 1434-1517 mit dem Bau der Kathedrale begonnen, im 16. und 17. Jahrhundert wurden Renaissence- & Barockbauwerke hinzugefügt. Erst 1928 waren die letzten bedeutenden Arbeiten abgeschlossen. Die unterschiedlichen Bauetappen kann man durch die unterschiedlichen Räume erkennen, in denen Devotionalien ausgestellt werden.

Giralda der Sevilla KathedraleBeeindruckend ist im Innenteil besonders die Arbeit mit dem Licht. Zum einen gibt es wahnsinnig schöne Buntglasfenster, die mit ihrer jeweiligen Position für die richtige Stimmung sorgen, zum anderen viel indirektes Licht, welches die Stimmung perfekt macht. Desweiteren war es in der Kathedrale nicht still. Für die Wintermonate war es recht voll: Die Leute haben gestaunt, sich unterhalten und fotografiert.

Sevilla KathedraleIch finde dies hat zu der Stimmung dort positiv beigetragen. Die Kathedrale war voller Leben und trotzdem waren die Menschen voller Ehrfurcht (anders kann ich es nicht bezeichnen) vor diesem beeindruckenden Bau.

Weihnachtsmarkt in Sevilla

Als es dunkel wurde, kam dann nach all den Tagen unseres Aufenthalts doch etwas Weihnachtsstimmung auf. Die Stadt erstrahlte im Licht, die Leute kamen um sich Weihnachtskrippen anzuschauen, Kinder konnten Karussell fahren und Eislaufen (allerdings bei genauerem hinsehen nicht auf einer Eisfläche, sondern auf einem speziellen Untergrund). Eine Kapelle lief durch die Gassen und spielte etwas, was für uns wie Fußballhits klang, eine Band machte am Marktplatz spanische Musik.

Sevilla WeihnachtenDer Weihnachtsmarkt bestand aus handwerklichen Läden, die ihre Sachen verkauften, wie Buchstützen in Form kleiner Bronze Figuren, Schmuck, Stoffe, Taschen und vieles mehr. In Spanien wird laut unserer Vermieterin erst am 6. Januar beschert. Für die Spanier beginnt somit die Weihnachtszeit jetzt erst richtig.

Insgesamt ist Sevilla definitiv eine Reise wert und wir werden ganz sicher nochmal wiederkommen um uns den Rest der Stadt anzusehen.

Quellen: Touristeninformation der Kathedrale, Giralda bei Wikipedia

Buchtipp: Das Büro der einsamen Toten

Ich habe gestern das Buch „Das Büro der einsamen Toten“ von Britta Bolt zu ende gelesen. Britta Bolt ist ein Autorenduo (bestehend aus Britta Böhler und Rodney Bolt), welches in den Niederlanden lebt, wo auch die Handlung der Krimi(s) um Pieter Posthumus spielt (im März 2016 erscheint Teil 2).

Pieter arbeitet bei der Stadt Amsterdam und „bearbeitet“ die Todesfälle anonymer Leichen. Dies beinhaltet das Recherchieren der Identität und die Abwicklung des Begräbnisses bzw. die Übergabe der Habseligkeiten an die Hinterbliebenen (sofern auffindbar). Im Gegensatz zu seinen Kollegen ist Pieter aber etwas genauer: Fällt ihm an dem Toten etwas auf bzw. findet etwas an seinem „Fall“ ungewöhnlich, lässt ihn dies nicht los und er beschäftigt sich (mehr oder weniger in seiner Freizeit) weiter mit der Thematik, bis er diese lösen kann.

Neben seiner beruflichen Tätigkeit wird man auch in Pieters privates Umfeld eingeführt und lernt seine Freunde und Familie kennen. Hierbei gab es ein Ereignis, welches vor langer Zeit zu einem Zerwürfnis innerhalb der Familie führte. Alles in allem ist Pieter Posthumus ein liebenswerter Charakter, der mal nicht – wie in anderen Krimis – total kaputt ist.

Parallele Handlungsstränge sind das Familienleben der Marokkanischen Familie Tahiri und die Ermittlungen einer Sondereinsatzgruppe unter der Leitung von Lisette Lammers, die sich mit der Terrororganisation „Amsterdamer Zelle“ beschäftigt. Alle Erzählstränge finden während des Buches zusammen und geben eine interessante Auflösung.

Mir hat die Sprache des Buches sehr gut gefallen. Die komplette Geschichte ist gut konstruiert und schlüssig, die beschriebenen Charaktere sind gut ausgearbeitet und besonders Pieter wächst einem schnell ans Herz. Desweiteren ist es mal was anderes. Kein Kommissar, kein Detektiv, sondern ein Beamter, der durch seine Nachforschungen Fälle löst. Ich freu mich sehr auf Band 2.

Weitere Information gibt es vom Verlag Hoffmann und Campe.

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